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Motorisierungen
Die Motorisierung der Fahrzeuge liegt zurzeit zwischen 50 cm³ und 1000 cm³ (und etwa 50 kW). Es gibt auch einige „extreme“ Sonderanfertigungen mit bis zu 1150 cm³ Hubraum oder einem Turbolader. Die Motoren sind in der Regel Viertakt-Einzylinder. Es gibt aber auch Modelle mit Viertakt-Zweizylinder oder Zweitaktmotoren. Das wohl bekannteste Quad mit Zweitaktmotor ist die Yamaha YFZ-350 Banshee, welche von ihren Fans aber nur Shee genannt wird. Es wurde über 18 Jahre produziert und hat über lange Zeit die Sportszene in den USA und Europa dominiert. Dieser Erfolg lag zum einen an dem, für damalige Verhältnisse, leistungsstarken Zweizylinder Zweitakt Motor, der einzige der je in Großserie in ein Quad eingebaut wurde, sowie dem sehr großen Zubehörmarkt. Für kein anderes Quad gibt es bis heute soviel Tuning- und Anbauteile wie für die Banshee Im Jahr 2007 hat der Hersteller Arctic Cat ein ATV mit Dieselmotor auf den Markt gebracht. Da Polaris vor einigen Jahren mit dem Versuch gescheitert ist, ein Diesel ATV im Markt zu etablieren, ist Arctic Cat im Moment der einzige ATV OEM mit einem Dieselaggregat.
Im Bereich der Gemischaufbereitung zeichnet sich der Umstieg von den klassischen Vergasern zu elektronischen Einspritzanlagen ab. Dies geschieht hauptsächlich um die Leistung und Laufkultur der Motoren zu verbessern, aber auch um die Schadstoffemissionen der Fahrzeuge zu reduzieren.
Die Kraftübertragung zur Antriebsachse erfolgt beim Quad in der Regel durch eine Kette, während insbesondere bei den mit zuschaltbarem Allradantrieb ausgestatteten ATV´s überwiegend ein wartungs- und verschleißarmer Kardanantrieb eingesetzt wird. Die Änderung der Übersetzung ist beim Kardanantrieb nur mit sehr hohen Aufwand machbar. Beim Kettenantrieb lässt sich die Übersetzung sehr leicht durch das Austauschen der Ritzel ändern. Dies ist ein wichtiger Aspekt für Sportfahrer, welche ihr Quad bestmöglich an die jeweilige Rennstrecke anpassen wollen.
Klassisch werden Quads über eine manuelle Fußschaltung, vergleichbar mit der eines Motorrades, geschaltet. Ein Rückwärtsgang ist in den meisten Maschinen vorhanden. Bei Sportquads die für den Renneinsatz auf der Motocross Strecke gedacht sind, wird aus Gewichtsgründen darauf verzichtet. Kawasaki bildet hier mit der KFX450R die einzige Ausnahme. Für das Einlegen des Rückwärtsganges gibt es verschiedene Systeme. Allen gemein ist, das durch sie ein versehentliches Einlegen des Rückwärtsganges sicher vermieden wird. Im Einsteigersegement setzt sich in den letzten Jahren immer mehr die automatische Schaltung durch eine Riemen-Variomatik (CVT) durch. Diese ist bei ATVs schon seit Jahren Standard. In der Regel gibt es eine Low und High Fahrstufe sowie einen neutralen Gang und eine Parkstellung. Wie beim Automobil sind Sportfahrer sehr skeptisch zur Automatikschaltung eingestellt, weshalb die Zahl der Sportquads mit CVT-Getriebe klein ist.
Aus Sicherheitsgründen wird an den Fahrzeugen wie auch an Jet-Skis oder Motorschlitten ein Daumengashebel verbaut. Ein Gasdrehgriff ist nachrüstbar, dieser erschwert aber eine genaue Gasdosierung wegen der relativ hohen Lenkkräfte. Bei der Gewichtsverlagerung des Fahrers steigt die Gefahr des versehentlichen Gas gebens erheblich. Ein Drehgasgriff bringt also - abgesehen von der höheren Bequemlichkeit bei längeren Straßenfahrten gegenüber dem Daumengashebel keine Vorteile. Der Zubehörhandel hält mittlerweile verschiedene in einem Bauteil kombinierten Drehgasgriffe Daumengasgriffe bereit. Damit kann der Fahrer auf das für Ihn passende Konzept für Gelände und Straße umschalten.
Quelle: Div., Wikipedia, http://de.wikipedia.org/wiki/Quad Stand: 01.09.2009.
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